Sie kann süß oder scharf sein und in verschiedenen Farben daherkommen. Ob roh oder gekocht, die Paprika passt immer – in Soßen, Salaten oder gefüllt ist sie eine tolle Begleiterin in der Küche. Und wenn ich mal kurz über mein eigentliches Thema, die Erde, hinausgehen darf: Viele wissen nicht, dass Paprika jede Menge Vitamin C enthält. Aber genug davon… zurück zur Landwirtschaft!
Julios Felder sehen ordentlich und strahlend aus. Die Schilfrohre, die als Stützen dienen, bilden ein weitläufiges Gerüst, an dem Pflanze an Pflanze hängt. Wir gehen durch die Reihen und betrachten die Paprika, die in der Mittagssonne glänzen.
Julio wird uns gleich von seinem Anbau erzählen, aber vorher schauen wir uns kurz an, woher die Paprika eigentlich stammt.

Herkunft der Paprika
Auch wenn sie oft den Zusatz „italienisch“ im Namen trägt, stammt die Paprika ursprünglich aus Lateinamerika. Sie kommt aus der Region der peruanischen und bolivianischen Anden, wobei man auch Überreste im Gebiet des heutigen Mexiko gefunden hat.
Wie die Tomate und die Kartoffel gehört sie zur Familie der Nachtschattengewächse und trat ihre Schiffsreise nach Europa an, als Kolumbus aus Amerika zurückkehrte. Außerdem gehört sie zusammen mit der Zucchini zu den ersten vom Menschen domestizierten Gemüsesorten.
Bei der Paprika unterscheidet man drei große Gruppen: süße Gemüsepaprika, scharfe Gemüsepaprika und Sorten für Paprikapulver.
Und jetzt gehen wir weiter über Julios Feld, um mehr über seinen Anbau zu erfahren…

Über den Paprikaanbau mit Julio
Wenn du den Newsletter von Campos del Abuelo abonniert hast, weißt du schon, dass wir Julios italienische Paprika die Ampel des Gemüsegartens nennen. Denn wenn man die Paprika an der Pflanze lässt, durchlaufen sie buchstäblich alle drei Ampelfarben: Grün, Gelb und Rot.
Das hat übrigens nichts mit dem Reifegrad zu tun: Ist sie grün, ist sie perfekt zum Essen, genauso wie wenn sie von Gelb zu Rot wechselt.
Das „italienisch“ bei der Paprika kommt daher, dass es eine der Sorten der Paprika ist, genau wie die Sorte Lamuyo, die Julio in seinem Garten anbaut. Bei den Lamuyo-Paprika gilt: Damit sie dieses Rot erreichen, bleiben sie an der Pflanze, aber die, die den Boden berühren, werden entfernt, damit sie nicht verderben. Denn wie Julio uns auf seinem Feld erzählt: Die Milben im Boden können ihnen schaden.
Bei der italienischen Paprikasorte isst man sie meist grün, auch wenn einige ebenfalls rot werden. Über die italienische erzählt uns Julio: Sie wird in mehreren Etappen gepflanzt und ist von Juni bis November erhältlich.
Julio nimmt eine Paprika von der Pflanze in die Hand und fährt fort: Dabei ist das trotzdem eine Hybridsorte. Wir haben sie aus lokalen Sorten gewonnen, die der italienischen Paprika sehr ähneln, und sagen wir mal so: Am Ende haben wir unsere eigene italienische Paprika geschaffen. Unsere hier zeichnet sich durch ihr besonders feines Fruchtfleisch aus.
Schau mal, wie schön die Paprika von Julios Hybridsorte aussehen:

Als wir Julio nach dem Weg fragen, den die Pflanzen bis zur Paprika durchlaufen, erzählt er: Bei den ersten Pflanzungen stellen wir einen kleinen Folientunnel zum Schutz auf. Danach setzen wir Pflanzen mit Insekten ein, die helfen, die Blattläuse in Schach zu halten.
Zum Kampf der Landwirte gegen Blattläuse gibt in diesem Artikel darüber, wie Bio-Produkte angebaut werden, Clara, ebenfalls Landwirtin bei Campos del Abuelo, ein wunderbares Beispiel mit Blattläusen und Marienkäfern.
Doch neben den Schädlingen und ihrer Bekämpfung wird auch direkt an der Pflanze gearbeitet: Außerdem entfernen wir die Triebe im unteren Teil der Pflanze, damit sie oben möglichst gerade Früchte trägt. Würde man die unteren Triebe stehen lassen, käme die Paprika sehr krumm heraus.
Beim Paprikaanbau setzt Julio außerdem Schwefel gegen Pilze ein. Wie wir bei Campos del Abuelo immer sagen: Landwirtschaft bedeutet nicht nur, einen Samen zu pflanzen und zu gießen. Es ist tägliche Arbeit, für die man mit Herz dabei sein muss.
Bei Campos del Abuelo arbeiten wir jeden Tag daran, dass Julio und andere Landwirte ihre Produkte direkt vom Feld an die Verbraucher verkaufen können – ohne Zwischenhändler.

Unser Besuch auf Julios Feldern endet hier – vorerst, denn wir kommen bestimmt wieder. Seine Paprika sind köstlich und wir hoffen, dass du die aus dieser Saison noch probieren kannst. Wenn nicht, musst du dich eben gedulden, denn die Erde ist großzügig, aber alles braucht seine Zeit, bis es Früchte trägt.
Denk dran: In unserem Online-Shop für Obst und Gemüse kannst du deine Kiste ganz nach deinem Geschmack zusammenstellen und sie in weniger als 24 Stunden nach Hause geliefert bekommen. Und es kommt nicht nur alles frisch vom Feld zu dir, unsere Produkte sind auch frei von Chemikalien nach der Ernte und werden nicht gekühlt.
Bis zum nächsten Mal und danke fürs Lesen!


